Davos Challenge

21.09.2017

Diesmal möchte ich euch einen Bericht von der Davos Challenge zukommen lassen, wobei es sich mehr um einen Reise- als Wettkampfbericht handelt

Davos Challenge

Ich begab mich mit meinem Bergrennrad mit dem Zug vom 11.09. bis 18.09.2017 in das schöne Davos (bekannter Wintersportort in den Schweizer Alpen), um an der erstmals ausgetragenen Davos Challenge teilzunehmen.
Vorgesehen war am 16.09. ein Triathlon Olympische Distanz am Vormittag, und die Fluela Challenge am Nachmittag, sowie am 17.09. ein Mitteldistanz Triathlon, wobei ich von Haus aus nur für die Fluela Challenge für das Bergzeitfahren genannt habe. Und das aus gutem Grund: Bei den beiden Triathlons wäre nämlich im Davoser See (1600 m Seehöhe) geschwommen worden. Also nichts für den kälteempfindlichen HP.
Das Wetter meinte es nicht gut mit den Triathleten, bei einer Seetemperatur von 12 Grad musste das Schwimmen abgesagt werden, aus dem Triathlon wurde ein Duathlon.
Bei der Fluela Challenge handelt es sich um ein Bergrennen für verschiedene Sportarten, die da sind: Radfahren, Rollerskaten, Skirollern und Laufen. Auf Grund der vorwinterlichen Wetterverhältnisse (Schneefall bis 1600 m) änderte ich meine Nennung von Bergzeitfahren auf Berglauf. Die Strecke führte von Davos auf der Straße bis zum Fluela Pass auf 2383 m Seehöhe. Obwohl mich ganz gut fühlte, wurde ich nach dem Start von etlichen Läufern und Läuferinnen überholt, allerdings war der nächstälteste Läufer 14 Jahre jünger als ich. Ich konnte eigentlich nur eine schwarzafrikanische Teilnehmerin zurücküberholen, sie kam aus Simbabwe, wie sie mir später beim Smalltalk mitteilte. Trotzdem war ich mit meiner Performance sehr zufrieden, konnte ich doch beim zweiten Teil des Laufes gegenüber meinen Konkurrenten noch viel Zeit gutmachen. Auf der Passhöhe im Ziel erntete ich noch Sonderapplaus von den nicht sehr vielen Zuschauern, nachdem der Sprecher im Original durchsagte: " Und jetzt kommt Hlavka Hans Peter ins Ziel, der ist ja schon 70 Jahre und springt wie ein Junger mit einer guten Zeit hier herauf"! (1 Stunde 31 Minuten für 12 km mit 850 Hm.) Wetterverhältnisse am Pass: Minus 4 Grad, bewölkt, 15 cm Neuschnee!

Aber jetzt zum Reisebericht:
Am Dienstag unternahm ich eine Zugfahrt mit der Rhätischen Bahn über den Albula nach St. Moritz und zurück durch den Vereinatunnel über Klosters nach Davos. Diese Zugfahrt war ein unvergessliches Erlebnis für mich. 90 m hohe Viadukte und unzählige Tunnel mit 180 Grad Kurven ließen mein Eisenbahnherz höherschlagen. Die restlichen Tage waren mit Bergtouren und Radtouren mehr als ausgefüllt. Abschließend möchte ich noch ein paar Worte über die Schweizer verlieren: Sie sind ein ganz nettes und sympatisches Völkchen, welches mit ihrem lieben Schwyzer Dütsch die  Verniedlichungsform auf die Spitze treiben: Housli statt Haus, Broetli statt Brot usw.. Ich war aber schon froh, dass sie zu mir nicht Hans Peterli sagten. In diesem Sinne

Grüzi wohl
Hans Peter Hlavka