Ironman Zürich

Am 28.07.2013 fiel fast pünktlich um 07:01 Uhr der Startschuss zur 17. Auflage des Ironman Zürich.

Helmut Hochauer und ich vertraten das Tri Team Ober-Grafendorf und wir dachten uns bereits in den Tagen vor dem Wettkampf, dass es wegen der Temperaturprognosen ein hartes Rennen wird.

Schwimmen ohne Neoprenanzug war bei 26 Grad Wassertemperatur angenehm. Die üblichen Startszenarien mit ein paar "Kopfnüssen" wurden von uns beiden gut überstanden. Die Profis starteten fünf Minuten vor den Agegroupern wurden aber zu rund 70 % im Laufe der 3,86 km(sicher nicht weniger) von den beiden AG-Spitzengruppen – ich war in der 2. Dreiergruppe der AG – eingesammelt. Nach rund der Hälfte der Schwimmstrecke erfolgte ein Landgang (um die Zuschauer zu unterhalten). Raus aus dem Wasser, zirka 50 m Laufen und los zur zweiten Runde. Der See ist nicht so sauber wie der Wörthersee, dafür hatte er einige Wellen zu bieten, da kurz von dem Schwimmstart Wind aufkam. Das Schwimmen war recht angenehm und für meine Verhältnisse ein wenig entspannender als üblich. Nach 57 Minuten konnte ich als Gesamt 16. den Zürichsee verlassen. Helmut konnte da noch 40 Minuten Abkühlung genießen – es sollte nicht die einzige Abkühlung für ihn an diesem Tag sein.
 
Wechselzone – Radsackerl suchen (sind leider nicht richtig geordnet gewesen) – Radsackerl gefunden – Einteiler ausziehen – Helm aufsetzen -Utensilien einstecken – Rest ins Sackerl – Lauf zum Rad (gar nicht mal so kurz und v.a. verwinkelt) – Rad gefunden – Aufstieg aufs Rad.
Nach zirka 5 m am Rad !!! das erste Ausweismanöver. Die Mitfavoritin Regula Rohrbach aus der Schweiz stürzte, Erika Csomor und ich konnten allerdings ausweichen und Fahrt aufnehmen. Bei KM 2 merkte ich meine Oberschenkel und konnte beim Blick auf den Tacho auch den Grund erkennen – 38 bis 40 km/h sind auch im Flachen für mich "eisern". Nun galt es eine Entscheidung zu treffen: Alleine durch die Gegend fahren, oder den Versuch unternehmen mit den Profidamen ein paar Kilometer zu bestreiten. Und?
Richtig, Variante 2! Also wechselte ich ständig die Positionen mit der Damengruppe und ein paar männlichen Mitstreitern. Der Referee begleitete uns. Beim Anstieg bei KM 30 ließ ich mich dann zurück fallen ;-)
Es folgten rund 40 hügelige KM. Darunter rund 5-6 KM entlang einer Eisenbahnlinie bergauf – nicht steil, aber der Anstieg nach Stainingsdorf ist auch nicht steil, aber eben auch keine 5-6 KM. Die Abfahrten zeichneten sich durch ihre Unterbrechungen aus. Kaum in Fahrt gekommen, war auch schon die nächste "Ecke" da. Es gab aber auch eine echte Abfahrt pro Runde – Tempo 85 konnte ich im Augenwinkel am Tacho erkennen. Bei KM 85 ein weiteres Highlight der Radstrecke – Anstieg zum Heartbreak Hill. Anstieg mit 14 %, 600 m lang. Kein Drama – in der ersten Runde. Hier standen sehr viele Zuschauer und war mit Abstand die beste Stimmung an der Radstrecke. Die Abfahrt war auch recht knackig und kurz danach ging es los zur zweiten Runde.
Maria und Jutta konnte ich beim Passieren von Start/Ziel auch klar machen, dass ich noch ganz gut unterwegs bin.
In Runde 2 war das Tempo dann im Schnitt rund 2 km/h geringer, aber ich konnte keinen großen Einbruch im Vergleich zu den Mitstreitern feststellen.  So mancher männlicher Profi (der österreichische) überholte mich erst beim Anstieg bei KM 175. Am Heartbreak Hill erwarteten mich Jutta und Mitzi und ich war froh Jutta zu sehen und die Gewissheit zu haben, dass ich nun nicht mehr bei 35 Grad radeln musste. Runter vom Berg, rein in die Wechselzone und nach 5:23 h war der landschaftlich sehr schöne Radausflug beendet.
Helmut benötigte für die Radstrecke 6:11 h und konnte ebenfalls die angenehmen Temperaturen genießen.
 
In der zweiten Wechselzone ließ ich es relativ gemütlich angehen. Kein Stress, denn ich wusste, dass Laufen bei diesen Temperaturen nicht meine Stärke ist und ich vermutlich einiges an Wanderung  vor mir hatte. Dass ich allerdings nach 50 m !!! das erste Mal gehe, dachte ich nicht. Es war mir nicht möglich an diesem Tag auch nur einen Meter bergauf laufend zurückzulegen. Bei KM 1 und der ersten Labestation lief ich dann zur Form auf – Dixiklo, Schwamm, Wasser, Iso, Cola, Wasser, Banane, Orange, Wasser! Auf der ersten von vier Laufrunden war das Lauftempo relativ niedrig, dafür der Aufenthalt an der Labestationen lang. Bei KM 4 gab es das erste "Band" als Beweis, dass man sich in der ersten Laufrunde befand. Bei KM 13 ertappte mich Jutta dann beim Gehen auf "offener Strecke ohne Anstieg". Ich war bereits ziemlich erledigt und konnte bis heute noch nicht glaubhaft machen, dass diese Gehpause aus der Tatsache resultiert, dass kurz davor eine Labestation war und ich noch nicht alles fertig konsumiert hatte ;-)
Jutta meinte, dass alle kämpfen, allen heiß ist und ich laufen sollte. Na dann! Der erste Halbmarathon war zu Ende und als ich wieder bei Jutta und Mitzi vorbeilief, konnte ich stolze 2:15 h vermelden. Naja, normalerweise gehe ich dann erst so richtig ein. Aber nicht an diesem Tag. Denn:
1. Waren plötzlich Wolken da.
2. Kam Wind auf, und der kühlte ein wenig.
3. Fühlte ich mich von da an, nicht mehr so schlecht.
4. Gefiel es mir, endlich mal beim Laufen Gegner zu überholen – aufgrund der Bändchen, wusste man um die Rundenanzahl aller!
So lief ich also die 3. Runde ganz passabel, um in der 4. Runde noch viele Gegner abzustauben, nachdem diese bereits von Schotter und Wind eingestaubt waren.
Die letzte Labestation und die letzte Wasserstation passierte ich als einzige Stationen an diesem Tag laufend.
 
Zieleinlauf – endlich. Jutta  stand direkt am Eingang zum Zieleinlauf und ich war froh sie zu sehen und zu wissen, dass es jetzt geschafft ist.
10:42:45 Stunden sind zwar keine Topzeit. In Anbetracht der Tatsache, dass die Platzierung sogar besser war als vor 4 Wochen beim IM Klagenfurt bin ich zufrieden.
 
Helmut kämpfte ebenfalls beim Laufen. Wobei er zu Beginn der Laufstrecke noch seh- und hörbar zum Scherzen aufgelegt war. Ein zweiter Blickkontakt bei für ihn KM 18 war dann nicht mehr so lustig. Helmut musste an diesem Tag sogar noch durch den Regen. Auch er war froh den Tag nach 13:14:04 beenden zu  können.
 
Ironman ist hart. Die Hitze, der Wind, die schwierige Radstrecke, dann noch Regen und Sturm.
Dennoch war es wieder eine interessante Erfahrung, die man gemacht haben muss, um darüber zu urteilen.
 
Ein großes Dankeschön an Mitzi und Jutta für die hervorragende Betreuung während des gesamtes Wochenendes.

Das könnte dich auch interessieren...

SKINFIT AKTION

UNION OBER-GRAFENDORF hat mit Skinfit eine Rabattaktion vereinbart. Im Zeitraum vom 01.12.2025 - 14.12.2025 erhalten alle Mitglieder auf das reguläre Sortiment (exkl. Outlet) einen Rabatt von 15 % WICHTIG: Beim Einkauf im Shop den Mitgliedsausweis vorzuzeigen!

Ehrung der NÖ LandesmeisterInnen

Ehrung der NÖ Landesmeisterinnen und Landesmeister Wie auch in den letzten Jahren fand in der Pielachtalhalle die Ehrung der NÖ Landesmeisterinnen und Landesmeister im Triathlon und Duathlon statt. In einem würdevollen Rahmen konnten sich drei Mitglieder des Tri Teams Ihre verdienten Medaillen in der jeweiligen Altersklasse abholen: Birgit Schönwetter: Platz 1 im Duathlon Christian Schram:

August Muhr – Gute Reise

In tiefer Dankbarkeit erinnern wir uns an August Muhr, der als langjähriges Mitglied der SPORTUNION Ober-Grafendorf und vielfacher Teilnehmer an Triathlonbewerben mit seiner Ausdauer, seinem Sportsgeist und seiner Herzlichkeit unser Vereinsleben bereichert hat. Sein Engagement und seine Lebensfreude bleiben unvergessen. Parte August Muhr 251023

Turnjahr 2025-26

Turnjahr: Montag 08.09.2025 (KW 37) bis 24.06.2026 (ausgenommen Schulferien & Feiertage) Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Teilnahme an unserem vielfältigen Sportangebot und den Veranstaltungen und danken der Marktgemeinde Ober-Grafendorf für Ihre Unterstützung Programm (PDF) 2025/26

Challenge St. Pölten 2025

An der Challenge 2025 in St. Pölten nahmen vier Athleten vom Union TriTeam teil. Aufgrund der niedrigen Außentemperaturen wurde das Schwimmen von 1,9 km auf 1,5 km verkürzt. Danach ging es mit dem Rad bei starkem Wind auf die S33 und dann über Krustetten in die Wachau und dann über Gansbach und Obritzberg zurück nach